Herzensprojekt Amrita Sai

Im Herzen des Steirischen Vulkanlandes entsteht gerade ein besonderes Wirk- und Wohnprojekt. Diese wunderbare Idee wurde bereits vor langer Zeit von Familie Krotscheck ins Leben gerufen. Christian setzte diesen Samen bereits im Jahre 2004, an dem Fleck, wo er heute am Gedeihen ist. Communities haben ihn bereits lange Zeit im Leben begleitet und es ist schön zu sehen, wie durch eigene Erfahrungen, sich etwas Eigenständiges, Bewusstes entfalten kann.

Kraftort in der Steiermark

Amrita Sai – Amrita: das Sinnbild des göttlichen Nektars, die Segnung auf Orte und Tempel, Segnungen für die Umgebung verteilend, Herz öffnend Sai: die göttliche Mutter, ein neues Zeitalter, in Verwendung als Attribut von den Heiligen Orten und Menschen. Aber auch “nur” ein Name für ein wunderbares, gemeinschaftliches, Herzensprojekt von Familie Krotscheck und FreundInnen. Im Steirischen Vulkanland befindet sich aktuell diese Baustelle in der Gemeinde Kapfenstein – das ist auch ein energetisch sehr starker Kraftort, an dem dieses Konzept seinen Anfang gefunden hat. Hier soll Platz für 25 – 30 Personen geschaffen werden – insgesamt werden derzeit vier Wohneinheiten erbaut und mehrere Räume für Seminare und Büros. Diese erste Bauphase wird 2020 abgeschlossen.

Christian Krotscheck
Christian Krotscheck

Der Weg der Vorbereitung und Entstehung geht in das Jahr 2004 zurück, als über ein regionales Entwicklungsprojekt diese „vulkanisch-geomantische Gesundheitsregion“ rund um die Gleichenberger Kogel ins Blickfeld rückte. Durch dieses Projekt – vor allem die neuen Kontakte im Projektteam – konnte Christian nach langer Zeit wieder in seine Kraft und Fühligkeit in Bezug zur Geomantie gelangen und sich vollkommen darauf einlassen. Die Geomantie im europäischen Kulturraum geht auf die vedischen Wissenschaften zurück und wird von Christian als Weg zur partnerschaftlichen Entwicklung von Menschen und Natur/Landschaft verstanden. Sie berücksichtigt Energiequalitäten im Raum und gesteht allem Vorhandene eines Raums das Lebendige bzw. eine “Seele” zu. Geomantie erlangte dadurch eine wesentliche Bedeutung in seinem Leben und Bewusstsein.

Durch einen wunderbaren „Zufall” bekam Christian 2012 eine Broschüre von Sri Kaleshwar in die Hände, bis dahin spielte Indien keine Rolle in seinem Leben. Was ihn am meisten daran fasziniert hatte, war die wertebewusste und offene Wiedergabe der Lehren aus den alten vedischen Palmblattbüchern, die bis heute praktisch kaum für „Westler“ erklärt und zugänglich gemacht worden. Sri Kaleshwar’s Inspirationen und Weisheit wurden zu einem wundervollen Begleiter und Werkzeug in Christians Leben. Sein Ashram befindet sich in einer südindischen Stadt Penukonda, unweit der Millionenstadt Bangalore, die er insgesamt sechsmal besuchte.

Mit Vaastu im harmonischen Einklang mit den Gesetzen der Natur

Auch die vedische Lehre der Kraft-Architektur „Vaastu“ fand so ins Leben der Familie Krotscheck – und so werden Wirk- und Lebensräume auf Amrita Sai nach den ewigen Gesetzen der Natur gestaltet. Dadurch haben wir die Möglichkeit mit all dem, was mit uns existiert, in harmonischen Einklang zu gelangen und Balance zu kreieren. Der wunderbare Kraftort in Kapfenstein, welcher sich nun in der Aufbauphase befindet, begründet einen gemeinsamen Lebensraum. Da wo ein höheres Bewusstsein entsteht, entsteht auch eine höhere Schwingung. Für das Aufblühen wird gemeinsam Musik gemacht werden, Feuerpujas finden statt und in Zukunft steht auch regelmäßig Paneurhythmie, ein Natur-Mensch-Schöpfer-verbindender meditativer „Kreistanz“, am Morgen-Programm. Gemeinsame Rituale kreieren ein harmonisches Miteinander. In der Paneurhythmie lernt man, Gedanken, Gefühle und Handlungen in Einklang zu bringen und an die harmonischen Rhythmen der Natur anzupassen. In dieser Resonanz zwischen Kosmos und irdischer Schöpfung öffnet sich das Herz und vertieft die Verbindung mit der Quelle allen Seins. Christian würde aktuell gerne öfters den Tanz in der Gemeinschaft ausführen – die gegenwärtige Distanz zueinander hindert es zurzeit. In naher Zukunft wird sich das verändern, sobald sein Projekt in die nächsten Phasen eintreten wird.

Das was in Indien schon seit Jahrhunderten existiert, beginnt bei uns im Westen allmählich aufzuwachen. Sai – als ein neues Zeitalter, in dessen Geburt wir uns momentan befinden, ist geprägt von viel Veränderung und Schnelligkeit. Wir tendieren dazu immer schneller und schneller irgendwohin zu laufen, aber wissen selbst nicht wohin wir überhaupt laufen. In Afrika gibt es ein Sprichwort: “If you want to go fast, go alone – if you want to go far, go together” – wenn mehr Menschen sich entscheiden würden, für einen Augenblick stehen zu bleiben, gäbe es die Möglichkeit einen Blick in das Innere zu werfen, auf sich zu hören und herauszufinden in welche Richtung das innere Herz, die Intuition, eigentlich gehen möchte. Das viele Äußere erschwert es dem Menschen eine Sichtweise zu generieren, die sowohl mit dem Inneren, als auch mit dem Äußeren im Einklang ist.

Im Allgemeinen ist der Mensch ein soziales Wesen und ein großer Wunsch ist es mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen und sich auszutauschen – am liebsten gemeinsam und in Frieden zu Leben. Das Konzept eines gemeinschaftlichen Feldes, frei von Vorurteilen und Verkrustungen, wo wir sein können wie wir sind und wir werden können was unsere innere Wahrheit ist, gibt uns die Möglichkeit in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen, aber vor allem in intensiven Kontakt mit uns selbst.

Herzensprojekte wie Amrita Sai erschaffen genau diese Möglichkeit für Menschen und Natur. Es ist schön zu sehen wieviel sich bewegt und verändert – denn genau das gibt uns Hoffnung an das positive, kollektive Miteinander auf dieser Erde zu glauben.

Zur Website von Amrita Sai

Christian wird am Seva India Festival im Dialog Living Communities: Von Auroville, Shantiniketan, dörflichen Gemeinschaften und vom Dorf in der Stadt seine Erfahrungen und Pläne mit uns teilen.

 

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